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Konzert mit Anna Markova
3. Februar 2010 19.30 Uhr
Perlen der europäischen Violinmusik
Auch in diesem Jahr bieten wir im Februar einen Konzertabend mit klassischer Musik an. Dieses Mal steht jedoch nicht romantische Musik rund um den Valentinstermin auf dem Programm, sondern ein Soloinstrument. Die Geige gilt freilich als besonders geeignet, die Gefühle frisch Verliebter zum Ausdruck zu bringen. Leo Fall hat dazu die passenden Worte in seiner Operette „Der liebe Augustin“ (1912) gefunden, die inzwischen als sprichwörtliche Redensart häufig in diesem Zusammenhang zitiert werden:
Und der Himmel hängt voller Geigen, wenn der Flieder blüht in den Zweigen und ein blonder Schatz liegt an deinem Platz, hängt so mollig warm dir am Arm…
  
Unser Programm ist wesentlich breiter angelegt. Johann Sebastian Bach gelangen mit seinen unbegleiteten Violinsonaten und -partiten Gipfelwerke der klassischen Musik, für die ihm zudem wenig Vorbilder zur Verfügung standen. Die oft gestellte Frage, ob er für diese in kompositorischer und spieltechnischer Hinsicht sehr anspruchsvollen Stücke einen bestimmten Interpreten im Auge hatte, ist eigentlich müßig. Denn bereits Bachs Vater Ambrosius hatte seinem Sohn die ersten Geigenstunden erteilt und die erste Stelle des jungen Bach war 1703 ein Posten als Violinist. Ebenso bescheinigte Carl Philipp Emanuel Bach seinem Vater bis ins hohe Alter ein sauberes und kraftvolles Spiel auf der Geige. Diese Werke haben inzwischen im Repertoire jedes Geigenvirtuosen ihren festen Platz gefunden.
 
Programm
Johann Sebastian Bach (1685-1750)
Partita E-Dur BWV 1006
Preludio – Loure – Gavotte en Rondeau – Menuet I / Menuet II – Bourrée – Gigue
Paul Hindemith (1895-1963)
Sonate für Violine solo op. 31 Nr. 2 „Es ist so ein schönes Wetter draußen…“
Leicht bewegte Viertel – Ruhig bewegte Achtel – Gemächliche Viertel – Fünf Variationen über das Lied „Komm, lieber Mai“ von Mozart
Eugene Ysaye (1858-1931)
Sonate-Ballade Nr. 3 op. 27 d-Moll
Niccolo Paganini (1782-1840)
Capriccio Nr. 22 F-Dur
Henryk Wieniawski (1835-1880)
Caprice-Cadenza
Alla Saltarella
Fritz Kreisler (1875-1962)
Rezitativ und Scherzo-Caprice
Die Künstlerin
Anna Markova wurde 1985 in Kasachstan geboren. Schon in ihrer Kindheit besuchte sie die Staatliche Musikschule für besonders begabte Kinder in Minsk und gewann früh nationale und internationale Wettbewerbe. 2004 Stipendium und Studium an der Staatlichen Musikakademie in Minsk. Auftritte mit „The Pocket Symphony“ in Moskau und St. Petersburg.
Meisterkurse bei Jagoba Fanlo, Anton Steck, Midori Seiler, Olga Parchomenko, Thomas Brandis, Jérôme Perno, Jesper Christensen, Gidon Kremer, Pavel Vernikov, Mauricio Fuks.
Seit Oktober 2006 studiert sie Violine an der Hochschule für Künste Bremen in der Klasse von Prof. Thomas Albert. 2007 Soloauftritte mit dem Chemnitzer Barockorchester und dem Barockorchester der HfK Bremen. In diesem Jahr wurde sie Stipendiatin des Rotary Clubs Deutschland. 2008 Engagements auf Musikfestivals in Moskau, Spiekeroog und Weilburg. 2009 in Augsburg beim Schwäbischen Musiksommer. Weitere Konzerte gibt sie in Berlin, St. Petersburg sowie bei Radio Bremen. Mit dem Festivalorchester des Tonkünstlerverbandes Bremen Violinkonzert von Tschaikowsky.
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