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Fraunhofer Saitenmusik



zum Vergrößern klicken! Mit dem Namen der bekannten Münchner Musik- und Theaterkneipe verbinden sich die Anfänge dieser Formation. Richard Kurländer, schon in seiner Jugend fasziniert von Tobi Reiser und der Stubenmusik, begeisterte Heidi Zink für das Hackbrett. Beide unterrichteten an Sepp Eibls Schule
für bayerische Volksmusik. Kurländer war es auch, der Gary Zink als Bassist gewann. Die Musiker entwickelten einen eigenen Sound, inspiriert von mittelalterlichem Liedgut, den Barockklassikern und europäischer Folkmusik. Wir sprachen mit Heidi Zink und Richard Kurländer.
Sie sind bereits seit über 25 Jahren in der Szene tätig. Welche Veränderungen konnten Sie in dieser Zeit beim Publikum wahrnehmen?


Nachdem wir uns von einer Gruppe, die durchaus Grenzen überschritten hat, im Laufe der Zeit zu Traditionalisten gewandelt haben, ist ein Teil unseres Publikums zusammen mit uns auch ein wenig älter geworden.


Sie sind viel in der Welt herumgekommen. Welchen Einfluss haben fremde Eindrücke auf Ihr Repertoire genommen?

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zum Vergrößern klicken!    Unsere Konzertreisen haben uns fast nur in außereuropäische Regionen geführt. Dort hatten wir interessante und aufregende musikalische Erlebnisse, die jedoch auf unsere eigene Musik keinen Einfluss genommen haben. Wir haben uns immer an europäischen Musikern, die zu uns gekommen sind, orientiert. So haben wir z.B. die finnische Kantele auf einem Schweizer Festival kennengelernt oder böhmische Musiker in München erlebt. Solche Begegnungen in der näheren Umgebung haben uns viel eher geprägt und neue Ideen vermittelt.
Sie sind längst aus dem engeren Kreis der "Stubnmusi"herausgetreten und zugleich in der Musikpädagogik tätig. Was verbinden Sie mit einem zeitgemäßen bayerischen Hoagascht?

Der Ausdruck "zeitgemäßer bayerischer Hoagascht" ist ein Widerspruch in sich. Ein Hoagart in seiner ursprünglichen Form hat ein Zusammensitzen bedeutet, ein abendlicher Austausch der Gedanken, wobei auch musiziert und natürlich gesponnen oder gestrickt wurde. Dieses Zusammensitzen kann es so nicht mehr geben, denn unser Leben hat sich bekanntlich in ganz andere Richtungen entwickelt. Wenn wir uns nun einen Hoagart auf der Bühne organisieren, dann sollte dort auch immer die Musik ihren Platz haben können, die sich aus traditioneller Musik (und den dazugehörigen Texten) weiterentwickelt. Es ist Aufgabe der Veranstalter, dies so zu organisieren, dass es dann auch zusammen passt.

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Sie kennen Sepp Eibl seit langer Zeit. Wie könnte man seine Bedeutung für die bayerische Volksmusik beschreiben?

zum vergrößern klicken!    Mensch und Musik sind hier eins geworden. Mit seinem Können, der Liebe zu seinen Landlern und dem großen Wissen hat er schon vielen Menschen eben diese Freude an der heimatlichen Musik weiter vermittelt. Und diejenigen, die das verstanden haben, wissen es zu schätzen.

Zur Vermittlung einer authentischen Aufführungspraxis gründete Sepp Eibl im Jahr 1979 einen Verein und eine Volksmusikschule. Er ediert auch historisches Notenmaterial. Noch länger beobachtet Eibl die zeitgenössische Volksmusik des Alpenraums als Filmemacher für den Bayerischen Rundfunk in der Reihe "Unter unserem Himmel".


Fotos vom Hoagascht

Fraunhofer Saitenmusik

Heidi Zink, Hackbrett; Gary Zink, Bass; Richard Kurländer, Harfe

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Sepp Eibl und Freunde:

Sepp Eibl, Gitarre; Michael Klein, Kontragitarre; Elisabeth Maurer, Gitarre; Martin Muhr, Zither

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